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Aktuelles
 

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Reuth. - 150-jähriges Gründungsjubiläum im nächsten Jahr schon im Fokus. - Einsatztechnisch ein ruhiges Jahr. - Massive Nachwuchsprobleme.

(Dienstag, 26.03.2019, FF Reuth, ang)

Bild: ang

Einsatztechnisch war das vergangene Jahr mehr eine ruhige Angelegenheit, nichtsdestotrotz galt es für die Feuerwehr jede Menge abzuarbeiten, bringt doch die Organisation des 150-jährigen Gründungsjubiläums im Mai 2020 bereits jede Menge Arbeitsintensität mit sich.

Bei der Jahreshauptversammlung musste Vorsitzender Andreas Hruschka leider realistisch feststellen, dass die letzten beiden Jugendlichen zur aktiven Mannschaft wechselten, also die Jugendgruppe derzeit ohne Nachwuchs sei.

Der Feuerwehrverein besteht nach dem schmerzhaften Tod von Ottmar Böhm und Manfred Gretsch derzeit exakt aus 100 Mitgliedern. Das für alle überraschende Ableben von Ottmar Böhm bedeutete nicht nur für die Reuther Feuerwehr einen großen Verlust. Die Führungskräfte und Aktiven des gesamten Tirschenreuther und auch Neustädter Kreises verloren mit dem Inhaber des Steckkreuzes, der höchsten Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes, einen Feuerwehridealisten der Extraklasse, meinte Vorsitzender Hruschka. Böhm war zehn Jahre Stellvertreter des heutigen Ehrenkommandanten Werner Käß und dann drei Jahre dessen Nachfolger als erster Kommandant, bevor er 1990 zum Kreisbrandmeister des KBM-Bezirks Erbendorf berufen wurde. Der Fachmann für Funkangelegenheiten gehörte zudem bis zu seinem Ableben über 40 Jahre dem Verwaltungsrat seiner Heimatwehr an.

Zu den vereinsinternen Veranstaltungen betonte der Vorsitzende, dass sich die Feier zu Beginn der Adventszeit gut etabliert habe und von der Bevölkerung dem Termin am zweiten Weihnachtsfeiertag vorgezogen wird. Die Maibaumfeier, das Fischessen am Aschermittwoch, das Kameradschaftkarteln und die Schaumparty im Rahmen des Ferienprogramms verdienen ebenfalls Erwähnung. In diesem Zusammenhang dankte Andreas Hruschka allen, welche sich bei den Veranstaltungen als Organisatoren und Helfer einbrachten. Stellvertretend für all die fleißigen Hände wollte er seinen Stellvertreter Markus Bader und seine gesamte Führungsriege besonders herausstreichen, ebenso das Mittun der Bevölkerung und deren Spendenbereitschaft bei der Haussammlung.

Einen Vorausblick auf das 150-jährige Gründungsfest werfend, sagte der Vorsitzende, dass die Verträge mit den Musikformationen für das dreitägige Fest vom 15. bis 17. Mai 2020 getätigt seien. Auch der Rahmen der Feierlichkeiten stehe, am Freitag ist Musikabend mit der Band "Volxx-Liga, am Samstag Festgottesdienst, Ehrenabend und Musik und am Sonntag Festumzug und Musik mit der Falkenberger Blaskapelle. Die Hauptorganisation als Festleiter hat Markus Bader übernommen, die der bereits in guter Zahl vorhandenen Festdamen Lisa Prucker.

Einen erfreulichen Aspekt nannte Kommandant Uli Stengl die weiterhin sehr gut harmonierende Zusammenarbeit der drei Gemeindewehren. So stellten sich zwei gemischte Gruppen mit 16 Floriansjüngern aus Röthenbach und Reuth (darunter auch Damen) erfolgreich der Leistungsprüfung, auch Unterrichte und diverse Einsatzübungen lassen sich laut Stengl gemeinsam wesentlich effektiver gestalten. Seine 29 Köpfe zählende aktive Mannschaft konnte sich nach teils turbulenteren Vorjahren im ruhigeren Berichtszeitraum verstärkt auf die Ausbildung konzentrieren. Die neun Alarmeinsätze (2017 waren es 16) beschränkten sich weitgehend auf Kleinbrände und technische Hilfeleistungen. Menschenrettung im größeren Stil, Brandbekämpfung und Einsatzstellenkommunikation waren im Mai bei der Großübung mit zehn Feuerwehren bei den lerrstehenden Seltmann-Häusern in Krummennaab gefragt. Ein Großaufgebot an Einsatz- und Rettungskräften wurde im Oktober im Rahmen der Brandschutzwoche nach Pfaben beordert. Angenommen wurde ein Brand im Steinwaldhaus, mit 160 Betten einem der größten Hotelbetriebe im Landkreis. 30 Personen wurden teils mit der Drehleiter und übers Treppenhaus gerettet und die Verletzten vom BRK mit Krankenwägen und Hubschrauber abtransportiert.

Seit dem verheerenden Zugunglück vom Februar 2016 in Bad Aibling verstärkte sich das Bewusstsein, dass auch die Reuther Wehr einen Streckenabschnitt der Bahn in ihrem Zuständigkeitsbereich hat. Bei einer vom Wiesauer Kommandanten Thorsten Meiler und Kreisbrandmeister Herbert Thurm geleiteten, eher aussergewöhnlichen Übung, ging es mit zwei Spezialdraisinen der Feuerwehr Walderhof per Muskeleinsatz zum verunfallten Zug. "Bei den vorherrschenden tropischen Temperaturen und kompletter Schutzausrüstung eine wahrlich schweißtreibende Angelegenheit", bekräftigte der Kommandant.

Zur SMS-Alarmierung meinte Uli Stengl, dass diese nach Anlaufschwierigkeiten nun weitgehend so verläuft, dass schon wenige Sekunden nach dem Sirenenalarm die "ALARMSMS" die Handys der Aktiven erreicht.

Mit der kurzen Aussicht auf kommende Aufgaben dankte der Kommandant abschließend allen Kräften, die das Feuerwehrhaus samt seinen Anlagen, das Fahrzeug und die Gerätschaften und nicht zuletzt die Kameradschaft in Schuss halten.

Bild oben: Bürgermeister Werner Prucker bedankte sich bei den Reuther Floriansjüngern für das gute, maßvolle und vernünftige Miteinander und den Einsatz zum Wohle der Gemeinde und deren Bevölkerung. Links Kommandant Uli Stengl, sowie Feuerwehr-Vorsitzender Andreas Hruschka und dessen Stellvertreter Markus Bader (rechts).

 

 

 

 

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