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Damit das Löschwasser nicht ausgeht

Text und Bild: wro

Kornthan.(wro) Regelmäßig unterstützt die Versicherungskammer Bayern „ihre“ Feuerwehren. Zu einer außergewöhnlichen Feuerwehr-Dienstversammlung wurde die Ehrenamtlichen eingeladen, um ein weiteres Geschenk entgegen nehmen zu können.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden die Wehren mit Wärmebildkameras, Rauchschutzvorhängen und anderem feuerwehr-technischen Zubehör ausgestattet. Die Kosten dafür übernahm stets die Versicherungskammer Bayern. Erneut wandte man sich an den Kreisbrandrat Andreas Wührl, bzw. an die örtlichen Feuerwehren, um sie im Namen des Versicherungsunternehmens zu einer außerordentlichen Dienstversammlung einzuladen. Zweck des Ganzen war eine erneute Übergabe: Diesmal war es ein Schwimmsauger, mit dem die Feuerwehren aus den Bereichen Ost, Mitte und West beschenkt wurden

Der trockene Sommer 2019 führte nicht nur zu vielen Wald- und Flächenbränden. Wegen der andauernden Hitze wurde an manchen Orten auch das Löschwasser knapp. In vielen Bächen war der Wasserstand extrem niedrig. Die Folge war, dass mit den herkömmlichen Mitteln nur sehr wenig Löschwasser entnommen werden konnte. Darauf reagierte die Versicherungskammer Bayern, die den Entschluss fasste im Zeitraum 2019 bis 2021 insgesamt 850 Schwimmsauger zur Verfügung zu stellen. Damit kann die Feuerwehr unbehindert der Löscharbeit nachkommen. Der eigens dafür entwickelte Schwimmsauger kann bei jedem Wasserstand eingesetzt werden. Mit dem leicht zu handhabenden Gerät kann aus Bächen und flachen Teichen gesaugt werden, auch wenn deren Wasserstand nur noch 5 cm beträgt. Bisher waren mindestens 30 cm notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont. 

Die Anlage wiegt 7 Kilogramm. Der Schwimmsauger besteht aus einem 60 cm langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Metall-Saugkorbes am Saugschlauch befestigt und dann an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen. Zudem wird damit auch das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich. Entwickelt wurde das Projekt von der Versicherungskammer Bayern, gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband. Gleichzeitig minimiere man - als größter Wohngebäudeversicherer Bayerns - damit auch die Schäden, fügte Florian Ramsl von der Bayerischen Versicherungskammer hinzu. „Ohne geeignetes Wasser kann auch nicht gelöscht werden“, erläuterte Ramsl das Ziel der erneuten Geschenkeaktion. Als Versicherer der Kommunen liege dem Unternehmen viel daran, die Ausrüstung ihrer Feuerwehren zu unterstützen, schloss der Unternehmenssprecher.

„Wir haben heute einen freudigen Anlass. Wir bekommen 10 Schwimmsauger überreicht“, erklärte Kreisbrandrat Wührl den Anlass für das Treffen in Kornthan. Eingeladen waren neben den beschenkten Wehren auch der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler, Bürgermeister Toni Dutz, Kreisbrandinspektor Stefan Gleissner und seine Kreisbrandräte. „Feuerwehr-Termine nehme ich gerne wahr“, betonte Stellvertretender Landrat Scheidler. „Ich möchte damit meine Anerkennung ausdrücken.“ Die „erhebliche Arbeitserleichterung“ komme allen zugute, erklärte er. Ebenfalls dankbar äußerte sich auch Bürgermeister Toni Dutz und sprach von einem „segensreichen Geschenk.“ Vorbereitet hatte der Kreisbrandrat ein Gegengeschenk. Das „kleine Löschgerät“ – wie Wührl den Feuerwehr-Bierkrug bezeichnete - reichte er an Florian Ramsl weiter. Mit einer weiteren guten Nachricht wartete Wührl am Ende auf: „Inzwischen sind alle Wehren Mitglied des Kreisfeuerwehrverbandes.“ Damit wurde die Lücke endgültig geschlossen, zog er eine positive Bilanz der zurückliegenden Gespräche mit den betreffenden Wehren.  

Die 10 Schwimmsauger, die bei der kleinen Feierstunde am Kornthaner Gerätehaus überreicht wurden gehen an folgende Wehren im Bereich „Mitte“: Walbenreuth, Neudorf-Rosenbühl, Voitenthan-Kornthan und Reuth bei Erbendorf

Beschenkt wurde auch der Bereich „Ost“ zu dem die Feuerwehren Hohenthan, Querenbach und Großkonreuth gehören. Mit dem Schwimmsauger arbeiten künftig auch die Feuerwehren aus Kötzersdorf, Pilgramsreuth-Langentheilen und Atzmannsberg-Köglitz.

Betreut werden sie durch die Kreisbrandmeister Günther Fachtan, Albert Fröhlich, Florian Trießl und Herbert Thurm (Bereich Mitte). Helmut Czepa, Wolfgang Fischer und Roland Frank sind für Bereich Ost verantwortlich. Ansprechpartner für den Bereich West sind die Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, Peter Prechtl und Alois Schindler. „Damit können wir unsere kleineren Ortsteilfeuerwehren unterstützen, da sie im Brandfall auch für die Wasserförderung von der Löschwasserstelle bis zur Brandstelle zuständig sind“, kommentierte Kreisbrandrat Andreas Wührl die Auswahl der Wehren im Landkreis.

 

 

 

 

 

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